Kontrollierte Infrastruktur

Infrastruktur, die auch dann funktionieren muss, wenn es darauf ankommt.

Wir planen, implementieren und betreiben kontrollierte Server-, Cluster- und Speicherinfrastrukturen für geschäftskritische Anwendungen und sensible Daten.

Verfügbarkeit, Betriebsort, Administration, Backup, Wiederherstellung und externe Schnittstellen werden passend zum tatsächlichen Schutzbedarf festgelegt.

  • eigene Hardware
  • Betrieb in Deutschland oder beim Kunden
  • verschlüsselte Backups
  • dokumentierte Wiederherstellung
Betriebsmodelle

Betrieb dort, wo er zu Ihren Anforderungen passt

Schutzbedarf, vorhandene Systeme, administrative Zuständigkeiten und gewünschte Leistungsreserven bestimmen die passende Betriebsform.

01 · Betrieb durch uns

Eigene Infrastruktur in Deutschland

Die Systeme werden auf eigener Hardware an eigenen Standorten in Deutschland betrieben. Der vereinbarte technische Betrieb liegt in klar benannter Verantwortung.

  • eigene Hardware an eigenen Standorten in Deutschland
  • festgelegter Kreis eigener Administratoren
  • Monitoring und kontrollierte Updates
  • verschlüsselte Backups und dokumentierte Wiederherstellung
  • skalierbare oder dedizierte Ressourcen
02 · Dediziert

Dedizierte Systeme für erhöhte Schutzbedarfe

Für besonders sensible oder leistungskritische Anwendungen können vollständig dedizierte physische Systeme und Cluster bereitgestellt werden.

  • exklusive physische Ressourcen
  • projektspezifische Leistungsdimensionierung
  • definierte Backup- und Wiederherstellungsziele
  • kontrollierte externe Schnittstellen
03 · Beim Kunden

Infrastruktur in Ihrer eigenen Umgebung

Auf Wunsch implementieren und betreiben wir die Systeme vollständig auf kundeneigener Hardware und integrieren sie in vorhandene Netzwerk-, Identitäts- und Sicherheitsstrukturen.

  • Daten verbleiben in der Kundenumgebung
  • Integration in bestehende Benutzer- und Netzwerkstrukturen
  • Administration und Betrieb nach Vereinbarung
  • Backup und Wiederherstellung passend zur Kundenarchitektur
  • externe Schnittstellen im festgelegten Umfang

Logische Trennung, physische Dedizierung, externe Schnittstellen und hybride Architekturen werden nach Schutzbedarf festgelegt.

Hochverfügbarkeit

Hochverfügbarkeit für geschäftskritische Systeme

Hochverfügbarkeit soll Unterbrechungen reduzieren, wenn einzelne Komponenten oder Systeme ausfallen. Dafür werden kritische Funktionen redundant ausgelegt und kontrollierte Übernahme- beziehungsweise Wiederanlaufverfahren vorgesehen.

  • redundante Server und Hochverfügbarkeitscluster
  • redundante Speicherkomponenten
  • Load Balancing
  • redundante Netzwerk- und Strompfade nach Anforderung
  • kontrollierte Übernahme von Diensten
  • Systemüberwachung und technische Alarmierung

Die konkrete Verfügbarkeit hängt von Architektur, Anwendung, Budget, Standortbedingungen und vereinbartem Service-Level ab.

Getrennte Aufgaben

Hochverfügbarkeit, Backup und Wiederherstellung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

01

Hochverfügbarkeit

Reduziert Unterbrechungen, wenn einzelne technische Komponenten ausfallen.

02

Backup

Erstellt unabhängige Sicherungen, um Daten nach versehentlicher Löschung, Beschädigung, Fehlkonfiguration oder Sicherheitsvorfällen wiederherstellen zu können.

03

Wiederherstellung

Definiert, wie Systeme, Anwendungen und Daten nach einer schwerwiegenden Störung kontrolliert wieder in Betrieb genommen werden.

Ein hochverfügbarer Cluster ersetzt kein unabhängiges Backup. Ein vorhandenes Backup ersetzt wiederum keine getestete Wiederherstellungsplanung.

Backup-Architektur

Verschlüsselte und räumlich getrennte Backups

Backups werden nach Datenmenge, Änderungsrate und Wiederherstellungszielen geplant. Intervalle und Aufbewahrung orientieren sich am maximal tolerierbaren Datenverlust.

RTO und RPO

Wiederanlaufziele verständlich festlegen

RTO – Recovery Time Objective
Das RTO beschreibt, innerhalb welcher Zielzeit ein System oder Dienst nach einer Störung wieder verfügbar sein soll.
RPO – Recovery Point Objective
Das RPO beschreibt, welcher Zeitraum seit der letzten verwertbaren Sicherung im Störungsfall maximal verloren gehen darf.

Je kürzer RTO und RPO ausfallen sollen, desto höher sind in der Regel die Anforderungen an Redundanz, Sicherungsintervalle, Automatisierung und verfügbare Ressourcen.

RTO und RPO werden abhängig von Anwendung, Schutzbedarf und vereinbartem Service-Level projektspezifisch festgelegt.

Monitoring und Betrieb

Systemzustände erkennen und Änderungen kontrolliert umsetzen

Die Überwachung erfasst relevante Zustände; Updates werden nach Sicherheitsbedarf, Kompatibilität und vereinbartem Wartungsrahmen geplant.

  • Erreichbarkeit von Systemen und Diensten
  • Auslastung von Rechen-, GPU- und Speicherressourcen
  • Kapazität und Zustand von Datenträgern
  • Backup-Erfolg und Backup-Fehler
  • Zertifikatslaufzeiten
  • technische Alarmierung nach Priorität
  • kontrollierte Updates und Wartungsfenster

Unterbrechungen können trotz Planung nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Monitoring ergänzt organisatorische Sicherheitsprozesse, ersetzt sie aber nicht.

Dokumentation und Compliance

Technische Infrastruktur nachvollziehbar dokumentieren

Kontrollierbarer Betrieb erfordert nicht nur Technik, sondern auch dokumentierte Zuständigkeiten und Prozesse.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag
  • technische und organisatorische Maßnahmen
  • Berechtigungskonzept
  • Backup- und Wiederherstellungskonzept
  • Notfall- und Wiederanlaufplanung
  • dokumentierte Systemarchitektur
  • definierte Service-Level
  • administrative Zuständigkeiten sowie RTO- und RPO-Ziele

Die Betriebsmodelle können Anforderungen aus DSGVO, DORA, NIS2 und Informationssicherheit unterstützen. Anforderungen an eine DORA-relevante IT-Infrastruktur oder NIS2-Infrastruktur werden im konkreten Projekt technisch und organisatorisch eingeordnet.

FAQ

Häufige Fragen zur Infrastruktur

Wo werden die Systeme betrieben?

Der Betrieb erfolgt auf eigener Hardware an eigenen Standorten in Deutschland oder vollständig auf Systemen des Kunden. Detaillierte Standortangaben werden aus Sicherheitsgründen nicht veröffentlicht.

Was ist der Unterschied zwischen Hochverfügbarkeit und Backup?

Hochverfügbarkeit soll laufende Unterbrechungen bei Ausfällen einzelner Komponenten reduzieren. Backups schützen vor Datenverlust. Ein Wiederherstellungskonzept legt fest, wie Systeme und Daten nach einer schwerwiegenden Störung wieder in Betrieb genommen werden.

Was bedeuten RTO und RPO?

RTO beschreibt die angestrebte Wiederanlaufzeit eines Systems. RPO beschreibt den maximal tolerierbaren Zeitraum seit der letzten verwertbaren Sicherung. Beide Ziele werden projektbezogen festgelegt.

Sind räumlich getrennte Backups möglich?

Ja. Backups können verschlüsselt und räumlich getrennt von den produktiven Systemen gespeichert werden.

Sind dedizierte Systeme verfügbar?

Ja. Für erhöhte Schutz- oder Leistungsanforderungen können dedizierte physische Systeme und Cluster umgesetzt werden.

Projektgespräch

Welche Infrastruktur benötigt Ihr Unternehmen wirklich?

Wir prüfen gemeinsam Anwendungen, Schutzbedarf, Verfügbarkeitsziele, Datenmengen und Wiederherstellungsanforderungen und entwickeln daraus ein passendes Betriebsmodell.

Auf Wunsch schließen wir bereits vor der Übermittlung sensibler System- oder Projektinformationen eine Vertraulichkeitsvereinbarung ab.