BACKUP UND DATENRESILIENZ

Daten wiederherstellen können. Den Wiederanlauf vorbereiten.

Verfügbarkeit allein bewahrt keinen früheren Datenstand. Wir bieten Datensicherung in einer separierten Backup-Umgebung und Wiederherstellungstests nach ISMS-Vorgaben. Umfang, Frequenz und Aufbewahrung richten sich nach Ihren Anwendungen.

Separierte Sicherungsumgebung mit Pull-Verfahren.

Die Backup-Umgebung ist netzseitig separiert. Der kontrollierte Datenabruf wird von der Backup-Seite initiiert: Dieses Pull-Verfahren beschreibt, von welcher Seite eine Sicherung angestoßen wird. Es ist keine physikalische Einwegkommunikation.

Tägliche Sicherungen und vollständige Backups werden angeboten. Ob und in welchem Umfang sie benötigt werden, wird je Auftrag vereinbart. Ein tägliches Vollbackup ist keine pauschale Standardleistung für jeden Kunden.

Dual Parity schützt vor Datenträgerausfällen.

Die beschriebenen Langzeit- und Backup-Speicher verwenden Dual-Parity-Arrays. Diese Speicherorganisation kann den Ausfall von bis zu zwei Datenträgern innerhalb eines Arrays abfangen. Sie schafft für sich genommen keinen früheren Wiederherstellungspunkt.

Redundanz, Backup, Offline-Kopie, geografische Trennung und Unveränderbarkeit sind unterschiedliche Schutzmechanismen. Dual Parity ist weder eine Zusage räumlicher Trennung noch unveränderbarer oder revisionssicherer Speicherung. Eine zusätzliche Aufteilung auf mehrere Arrays kann vereinbart werden; unabhängige Ausfalldomänen folgen daraus nicht automatisch.

Zusätzliche Offline-Kopie: ausdrücklich optional.

Zusätzliche Offline-Backup-Kopien auf separaten Dual-Parity-Arrays sind separat zu vereinbaren. Diese Systeme sind nur während vereinbarter Sicherungsfenster in Betrieb und werden anschließend vollständig von der Stromversorgung getrennt.

Die optionale Kopie hat einen eigenen Wiederherstellungspunkt. Ihr Nutzen ist gemeinsam mit dem Sicherungsumfang und dem späteren Wiederherstellungsablauf zu bewerten. Sie ist kein pauschales Versprechen vollständiger Ransomware-Sicherheit.

Wiederherstellung nach ISMS-Vorgaben testen.

Wiederherstellungen werden nach den Vorgaben des vorhandenen Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) getestet. Die Infrastruktur und ihre Backup-Prozesse werden kontinuierlich automatisiert überwacht; bei Störungen werden zuständige Administratoren auch außerhalb der Geschäftszeiten alarmiert.

Sicherungsumfang, Aufbewahrung, Wiederherstellungspunkte und Zuständigkeiten werden vereinbart. Bei Datenbanken und zusammenhängenden Anwendungen ist auch zu klären, welcher konsistente Zustand wiederhergestellt werden muss.

Backup und HA passend kombinieren.

Hochverfügbare Infrastruktur begrenzt die Folgen bestimmter Ausfälle. Backup ergänzt sie um die Möglichkeit, benötigte Datenstände wiederherzustellen. Für den Anwendungsbetrieb in der Private Cloud werden beide Aufgaben gemeinsam geplant.

Langzeitspeicherung ist hier keine Zusage gesetzeskonformer oder revisionssicherer Archivierung. Besondere Anforderungen, etwa bei Betreibern kritischer Infrastrukturen, sind im konkreten Einsatz zu prüfen.

Häufige Fragen

Warum ersetzt HA kein Backup?

HA und redundante Datenhaltung unterstützen die Verfügbarkeit. Fehlerhaft veränderte oder gelöschte Daten können dabei ebenfalls übernommen werden. Backups schaffen gesonderte Wiederherstellungspunkte für solche Fälle.

Was bedeutet Dual Parity?

Ein Dual-Parity-Array verwendet zwei Paritätsinformationen und kann den Ausfall von bis zu zwei Datenträgern im Array abfangen. Das ersetzt weder ein Backup noch geografische Trennung oder Schutz vor ungewollten Datenänderungen.

Wann ist eine zusätzliche Offline-Kopie sinnvoll?

Sie kann sinnvoll sein, wenn neben der regulären Sicherungsumgebung eine weitere, zeitweise abgeschaltete Kopie benötigt wird. Sie ist separat zu vereinbaren und hat einen eigenen Wiederherstellungspunkt. Während des Sicherungsfensters und bei der Wiederherstellung bleiben Risiken zu berücksichtigen.

Welche Wiederherstellungsziele werden vereinbart?

RTO bezeichnet die angestrebte Zeit bis zur Wiederherstellung. RPO bezeichnet den tolerierbaren Datenverlustzeitraum. Ziele, Sicherungsumfang, Aufbewahrung und Zuständigkeiten werden passend zu den Anwendungen vereinbart.

Welche Daten und Systeme müssen wiederherstellbar sein?

Für den Einstieg genügt eine Beschreibung Ihrer Aufgabe und Anforderungen. Vertrauliche Unterlagen sind für die erste Kontaktaufnahme nicht erforderlich.